Mediation

In einer Mediation geht es um Ihre Anliegen und Ihre Ideen für die Zukunft. Sie bestimmen, worüber Sie sprechen wollen. Ich unterstütze Sie, indem ich die Gespräche strukturiere, auf das Wesentliche fokussiere und die Ergebnisse dokumentiere. Dadurch werden die verschiedenen Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten aller Beteiligten deutlich. Das Ziel sind klare, nachhaltige Ergebnisse, von denen Sie überzeugt sind.

Mediation …
… bringt Klarheit.
… schafft Vertrauen.
… stärkt die Eigenverantwortung.
… eröffnet neue Möglichkeiten.

Mediation ist ein erprobtes, effizientes Verfahren, dass in vielen Fällen zu einvernehmlichen und soliden Lösungen führt. Je früher Sie sich die Zeit dafür nehmen, desto höher stehen die Chancen auf einen Erfolg. Auch kontroverse Meinungen und Standpunkte haben in der Mediation ihren Platz. Häufig dienen sie als Ausgangspunkt für einen offenen Austausch und ein tieferes Verständnis.

Grundprinzipien der Mediation

Auf folgende Grundprinzipien können Sie sich bei mir verlassen:

  • Sie bestimmen den Inhalt und treffen Entscheidungen. Ich moderiere die Gespräche und greife bei Bedarf vermittelnd ein.
  • Ich bleibe stets neutral und unterstütze alle Teilnehmer gleichermaßen darin, ihre Interessen zu vertreten.
  • Die Teilnahme erfolgt freiwillig. Die Mediation kann jederzeit abgebrochen werden.
  • Es geht um Ihre Zukunft. Ausgehend von vergangenen Erfahrungen richten wir den Blick nach vorne und suchen nach tragfähigen Lösungen für die Zukunft.
  • Ich bin gesetzlich zur Verschwiegenheit verpflichtet und behandle alle Gespräche und Informationen streng vertraulich.

Ablauf einer Mediation

Jede Mediation folgt einer logischen, bewährten Struktur. So werden Sie Schritt für Schritt hin zu einer nachhaltigen Lösung geführt.

Vorgespräch

In einem telefonischen Vorgespräch oder per E-Mail kläre ich mit Ihnen, worum es geht, und vereinbare mit Ihnen einen Termin.

Schritt 1 – Auftragsklärung

In der ersten Sitzung gebe ich Ihnen einen Überblick über den Ablauf und die Rahmenbedingungen der Mediation und bespreche mit Ihnen alle organisatorischen Fragen.

Schritt 2 – Themensammlung

Sie schildern die Situation und benennen die Themen, die Sie besprechen wollen. Hier geht es in erster Linie darum, einen guten Überblick über die Gesamtsituation zu gewinnen.

Schritt 3 – Interessen und Bedürfnisse

Hier sammeln wir detaillierte Informationen und besprechen unterschiedlichen Sichtweisen und Standpunkte. Gemeinsam klären wir die Positionen und Interessen aller Beteiligten und gehen den Dingen wirklich auf den Grund. Dabei können nicht nur harte Fakten und rechtliche Aspekte berücksichtigt werden, sondern auch tieferliegende Wünsche, Hoffnungen und Ängste, solange sie für die Klärung relevant sind. Ziel ist ein tiefgreifendes Verständnis, das als solide Grundlage für die zu treffenden Entscheidungen dient. Weil diese Phase so wichtig ist, gilt sie als Herzstück der Mediation.

Schritt 4 – Lösungsoptionen und Möglichkeiten

Nachdem deutlich wurde, worum es geht und was alles berücksichtigt werden muss, weiten wir in einem kreativen Prozess den Blick und sammeln alle denkbaren Handlungsoptionen. Dadurch gewinnen Sie einen guten Überblick über Ihre Möglichkeiten, ohne dass sie sich vorschnell auf eine konkrete Option einlassen müssen. Hier können Sie einen Blick in alle Richtungen wagen und die möglichen Folgen abwägen.

Schritt 5 – Abschluss und Vereinbarung

Sie besprechen die verschiedenen Möglichkeiten und treffen konkrete Absprachen. Diese gehen in der Mediation oft über bloße Kompromisse hinaus, weil Sie aufgrund des intensiven Austausches und des besseren Verständnisses viel besser und genauer auf alle individuellen Bedürfnisse eingehen können. Die Ergebnisse können Sie in einer schriftlichen Abschlussvereinbarung festhalten und bei Bedarf notariell beurkunden lassen.


Anwendungsbereiche

Mediation ist ein flexibles und effektives Verfahren, das in vielen Situation eingesetzt werden kann. Hier sind einige Beispiele:

Mediation in Unternehmen

Mediation kann konkrete Konflikte am Arbeitsplatz lösen. Noch sinnvoller ist es, Mediation präventiv einzusetzen, um vorausschauend dafür zu sorgen, dass unterschiedliche Interessen und Sichtweisen berücksichtigt werden. Dadurch wird ernsten Konflikten oder auch Kollateralschäden durch das krampfhafte Vermeiden der Konfliktklärung aus Angst vor einem Konflikt systematisch vorgebeugt.

Mediation bei Unternehmens­nachfolgen

Bei Unternehmensnachfolgen spielen nicht nur ökonomische und rechtliche Überlegungen eine Rolle, sondern auch persönliche und familiäre. Mediation hilft, die unterschiedlichen Sichtweisen und Interessen zu klären, um möglichst sinnvolle Regelungen im Sinne des Unternehmens und der beteiligten Personen zu treffen.

Familienmediation

Mediation hilft Familien dabei, Ideen zu sammeln und konkrete Absprachen zu treffen, wie sie ihr Zusammenleben gestalten möchten.

Mediation bei Trennung und Scheidung

Mediation hilft, die Folgen einer Trennung oder Scheidung einvernehmlich zu besprechen und sich im Guten zu trennen. Das ist besonders wichtig, um die Folgen für alle von der Situation betroffenen Kinder abzufedern und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.

Mediation bei internationalen Familienkonflikten

Internationale Trennungs- und Scheidungskonflikte können zu Kindesentführungen und juristischen Auseinandersetzungen um das Umgangs- und Sorgerecht führen. In einer Mediation können die Eltern im Interesse ihrer Kinder dauerhafte und einvernehmliche Lösungen finden. Dabei müssen rechtliche, kulturelle und sprachliche Besonderheiten beachtet werden. Der Verein MiKK e.V. berät betroffene Eltern und vermittelt speziell ausgebildete Mediatoren: www.mikk-ev.de

Online-Mediation

Nicht immer ist es möglich, alle Beteiligten an einem Ort zu versammeln, um wichtige Angelegenheiten im persönlichen Gespräch zu klären. In solchen Fällen können Online-Meetings und Telefongespräche gute Alternativen darstellen. Es ist viel leichter, Termine für ein Online-Meeting zu finden als für ein Treffen vor Ort, und weite Reisen zwischen Städten oder zwischen Japan und Deutschland können vermieden werden. Ein Teil der nonverbalen Kommunikation geht dabei zwar verloren und die Tonqualität ist nicht immer optimal, doch diese technisch bedingten Nachteile können durch eine bewusste Gesprächsführung ausgeglichen werden. In vielen Fällen würden sonst überhaupt keine Gespräche stattfinden, was selten eine bessere Alternative ist.

Wie auch bei einer Mediation vor Ort begleite ich auch Ihre Online-Gespräche als professioneller Vermittler. Die Online-Mediation bietet sich auch an, um in Vorgesprächen zu klären, ob und unter welchen Bedingungen Treffen vor Ort stattfinden sollen. So können Sie die Ziele und Rahmenbedingungen eines Treffens klären, ehe Sie für die Mediation um die halbe Welt reisen.

Sprechen Sie mich gerne darauf an, wenn Sie die Möglichkeit einer Online-Mediation in Betracht ziehen.

Interkulturelle Mediation

Kulturelle Phänomene spielen in vielen zwischenmenschlichen Beziehungen eine wichtige Rolle. Dabei geht es nicht nur um Länderkulturen, sondern zum Beispiel auch um kulturelle Besonderheiten von Familien, Teams und Unternehmen. Klar ist auch, dass jeder Mensch immer mehreren Gruppen angehört und vielen unterschiedlichen Einflüssen unterliegt. Mir ist wichtig, Komplexität zuzulassen und trotzdem den Überblick zu behalten.

Als Interkultureller Mediator (Interculture e. V.) und „Cross-border Family Mediator“ (MiKK e. V.) bin ich darauf spezialisiert, in Mediationen sprachliche und kulturelle Aspekte zu berücksichtigen. In gewisser Weise spielen sie in allen Mediationen eine Rolle, denn es geht immer um unterschiedliche Sichtweisen und Werte, doch in manchen Fällen rücken sie stärker in den Vordergrund und erfordern eine besondere Aufmerksamkeit. Ich führe Mediationen auf Deutsch, Englisch und Japanisch durch und berücksichtige kulturelle Eigenarten, die für die Gesprächsführung und die Suche nach Lösungen relevant sind.


Kulturelle Aspekte

Sprache

Mit unserer Muttersprache lernen wir nicht nur, unsere Gedanken anderen mitzuteilen, sondern sie prägt umgekehrt auch unser Denken. In jeder Sprache gibt es Wörter und Redewendungen, die sich nur schwer in eine andere Sprache übersetzen lassen. Andere Worte, die sogenannten „Falschen Freunde“, klingen ähnlich und bedeuten doch etwas ganz anderes. Neben der verbalen Sprache nutzen wir Körpersprache und Gesten, wir modulieren unsere Stimme und beziehen die räumliche Umgebung und den gesellschaftlichen Kontext in unsere Unterhaltungen ein. All das birgt die Gefahr von Missverständnissen. Und selbst wer nichts sagt, läuft Gefahr, falsch verstanden zu werden.

Handlungsorientierung

Kultur prägt unsere Verhaltensweisen, Standards und Orientierungsmaßstäbe, die wir als „normal“ ansehen und daher selten hinterfragen. Der Kulturwissenschaftler Hofstede nannte diesen Aspekt von Kultur die „kollektive Programmierung des Geistes“. Es geht um unterschiedliche Lebenswelten, Regeln und Routinen, die weitestgehend internalisiert sind und unbewusst befolgt werden. Solche kulturellen Prägungen erleichtern im Normalfall unser Zusammenleben, doch unterschiedliche Prägungen können zu Missverständnissen und Konflikten führen.

Strategien der Abgrenzung und Identifikation

Vorstellungen von Kultur in Form von Stereotypen und Vorurteilen dienen dazu, Zugehörigkeit herzustellen und die eigene Gruppe von anderen abzugrenzen. Sie bieten uns Sicherheit und stärken unsere kulturelle Identität. Doch wenn „Fremde“ unbewusst oder bewusst ausgegrenzt oder abgewertet werden, sind Konflikte vorprogrammiert. Zwischen hilfreichen Verallgemeinerungen und abwertenden Sterotypisierungen verläuft oft nur ein schmaler Grat.

Machtungleichgewichte

Interkulturelle Begegnungen sind fast immer von Statusunterschieden und Machtungleichgewichten geprägt. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen, Diskriminierung und Mehrheiten-Minderheiten-Diskurse müssen berücksichtigt werden, um die Kommunikation nachhaltig zu verbessern.